Unsere Zahnmedizin und die Zusammenhänge

Zahnärztliche Behandlung in Narkose
Es ist sinnvoll Ihr Kind in Schlummernarkose zu behandeln, wenn es sehr ängstlich ist, noch sehr klein oder der große Behandlungsumfang es überfordert.

Zauberluft
Die sanfte Betäubung der Zauberluft ermöglicht es Ihrem Kind auch längere Behandlungen wach und in einem sehr geborgenem, angenehmen Gefühl zu erfahren.

Ambulant
Unsere Vollnarkose-Behandlung ist ambulant: Ihr Kind darf nach einer ausreichenden Überwachungszeit wieder mit Ihnen nach Hause gehen.

Nach-Betreuung
Die Basis für den Behandlungserfolg ist die anschließende Betreuung in der zahnärztlichen Praxis: Zwei Vorteile für Sie und Ihr Kind: 1. Weitere Behandlungen unter Vollnarkose sind vermeidbar. 2. Ihr Kind erfährt die künftigen Zahnarztbesuche positiv.

Empfehlungen der Europäische Akademie für Kinderzahnheilkunde – EAPD Guideline

Im ersten Lebensjahr des Kindes zum ersten Mal zum Zahnarzt gehen

Täglich zwei mal Zähneputzen mit einer geringen Menge fluoridierter Zahncreme (500 ppm Fluorid) und Zahn-Zwischenraum-Pflege

Fluorid-Lack-Touchierung 2 Mal im Jahr (bei erhöhtem Risiko 4 Mal)

Eltern aufklären über Keim-Übertragungswege von SM (streptococcus mutans) (Löffel, Schnuller…)

Empfehlung für Mutter und Vater: Regelmäßige professionelle Mundreinigung mehrmals täglich Xylit-haltige Kaugummis kauen, wenn das Kind bereits Kaugummi ohne Verschlucken kauen kann (ab dem 16. – 20. Lebensmonat)

Keine Flaschennahrung mit süßen Getränken – besonders während der Nacht (Regel: selten – SÜSSES – SAURES – KLEBRIGES)

Dass alte Menschen Zahnprothesen tragen, kommt häufig vor.
Was nur wenige wissen: Schon kleinere Kinder benötigen manchmal Zahnersatz.

Es gibt viele Gründe, warum Milchzähne frühzeitig verloren gehen. In seltenen Fällen ist die Ursache angeboren. So sind einzelne Milchzähne manchmal einfach nicht vorhanden, weil sie im Kieferknochen gar nicht angelegt wurden. Oder die Zahnsubstanz ist in ihrer Reifung und Aushärtung aufgrund von genetischen Defekten so gestört, dass die Zähne schon kurz nach dem Durchbruch zerstört sind. All diese Ursachen kommen glücklicherweise selten vor. Weit häufiger sind die sogenannten erworbenen Gründe, dazu zählen Unfälle, bestimmte allgemeine oder lokale Erkrankungen und allen voran die Zerstörung der Milchzähne durch Karies. Dauernuckeln: Zahnschäden entwickeln sich schnell.

Noch immer unterschätzen Eltern die schädigende Wirkung von süßen oder sauren Getränken wie Tees oder Säften aus Nuckelflaschen für die Zähne ihrer Kinder. Nach vorliegenden Untersuchungen sind etwa 5 bis 15 Prozent aller Kinder eines Geburtsjahres zwischen Geburt und dem dritten Lebensjahr von der sogenannten Nuckelflaschenkaries oder frühkindlichen Karies betroffen. Wegen des Dauernuckelns werden insbesondere die Oberkiefer-Milchzähne ständig mit den süßen oder sauren Getränken umspült. Schäden an diesen Zähnen entwickeln sich dann meist schnell. Oftmals bemerken Eltern die Schäden erst, wenn es bereits zu spät ist. Die Zerstörungen erfassen zunächst die Front-, später auch die Milchbackenzähne. Dann bleibt oft nur noch die Entfernung der tief zerstörten Milchzähne. In solchen Fällen kann unter Umständen eine Kinderzahnprothese die fehlenden Zähne ersetzen.

Milchzähne wichtig für die gesunde Kindsentwicklung
Schon die Milchzähne haben neben der Kaufunktion weitere wichtige Aufgaben. Fehlen Sie, kann sich zum Beispiel die Sprache des Kindes nicht optimal entwickeln. Es entstehen Zungenfehlfunktionen und falsche Schluckmuster. Die wichtige Platzhalterfunktion für die bleibenden Zähne wird nicht erfüllt. Der betroffene Kiefer kann sogar in seinem Wachstum gehemmt werden. Nicht zuletzt leiden betroffene Kinder oft unter den Hänseleien anderer Kinder, insbesondere wenn ihnen die gut sichtbaren Frontzähne fehlen. Somit kann auch die psychische Entwicklung des Kindes Schaden nehmen.

Milchzahnersatz möglich
Gehen die Milchzähne so frühzeitig verloren, dass der Durchbruch der bleibenden Zähne noch längere Zeit auf sich warten lässt, muss man unter Umständen handeln. Fehlen einzelne Zähne, empfehlen Zahnärzte meist Platzhalter, die die entstandene Lücke für den bleibenden Zahn offen halten. Fehlen die oberen Frontzähne, kann eine Kinderprothese mit Klammern an den restlichen Milchzähnen befestigt werden. Eine Vollprothese kommt beispielsweise bei Verlust aller Milchzähne im Oberkiefer zum Einsatz. Sie hält über den Saugeffekt am Gaumen.

(Text von prodente)

Kennenlernen bestimmt den ersten Untersuchungstermin